Internationales Gymnasium Meerane

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FAZIT: Solide „SIS-rundum-Bildung“ zahlt sich aus!

Das sagen Wirtschaft und Presse:

Hier haben wir für Sie einige aktuelle Presseberichte – regional und überregional – zusammengestellt. Damit wird erneut das Engagement unserer Schulen unterstrichen, denn sie praktizieren frühzeitige und umfassende Berufsorientierung neben einer soliden fachlichen Bildung und der Vermittlung von Soft Skills.

Wir wissen: Motivation, Belastbarkeit und Leistungsbereitschaft, aber auch Teamgeist und gutes Benehmen sind heute mehr gefragt denn je!

 


  • aus: Wochenspiegel regional (Stollberg sowie Annaberg und Mittleres Erzgebirge) 11. Mai 2013, Titelseite


  • aus: Wochenspiegel regional (Stollberg sowie Annaberg und Mittleres Erzgebirge) 11. Mai 2013, Seite 2

Miese Umgangsformen, miese Allgemeinbildung

70 Prozent der Lehrstellen bleiben Leerstellen, weil es keine geeigneten Bewerber gibt

Fortsetzung von Seite 1.

Erzgebirge/Chemnitz. Gabriele Hecker kennt sich aus, weiß genau, welche Probleme die Firmen in unserer Region haben, wenn es darum geht, geeigneten Nachwuchs zu finden. Die Geschäftsführerin Bildung der IHK sagt: “Es ist zunächst positiv, dass inzwischen immer mehr Unternehmen ausbilden, sich darüber im Klaren sind, dass sie sich ihre eigenen Fachkräfte aufbauen und an den Betrieb binden müssen.“ Allerdings gibt es immer mehr Probleme. Das geht aus dem ak-tuellen Bildungsreport der IHK hervor, der jetzt erschienen ist. Nach dem bilden aktuell 97,6 Prozent der befragten Firmen aus. Die meisten Chefs planen auch, die Azubis nach der Lehre in ihrem Unternehmen zu integrieren.

Auffällig ist, dass schon 40 Prozent der Lehrstellen Leerstellen bleiben. Der Grund wird im Bildungsreport klar angesprochen: 70 Prozent der Firmen liegen keine geeigneten Bewerbungen vor. Laut Umfrage wiesen fast 80 Prozent der Schulabgänger eine mangelnde Ausbildungsreife auf. Die am häufigsten genannten Defizite: Keine Belastbarkeit (60 Prozent), keine Leistungsbereitschaft und Motivation (57,7 Prozent), fehlende Rechenfertigkeiten (47 Prozent), schlechte Umgangsformen (35,3 Prozent). Gabriele Hecker: „Ein großer Teil der Schüler ist nicht motiviert. Es fängt bei der Pünktlichkeit an, beim einfachen Guten Tag und Auf Wiedersehen, bei Bitte und Danke. Dazu gibt es oft ein Manko in den Fächern Mathe und Deutsch.“

Inzwischen sind viele Chefs kompromissbereit, nehmen auch Jungen und Mädchen mit schlechteren Zensuren. Viele Firmen nutzen die Möglichkeiten von Ausbildungsmessen, um für sich zu werben. 72 Prozent greifen dabei auf die Angebote der IHK zurück. „Und sie setzen auf Wei-terbildung“, weiß Gabriele Hecker.

„Es wird immer wichtiger für die Unternehmen, ihre Belegschaft weiter zu qualifizieren. Auch die Bereitschaft der Mitarbeiter ist groß, immer neue Kenntnisse zu erwerben.“

 


Azubis

Die erschreckenden Mängel der Berufseinsteiger

Sie sind schlampig, unhöflich und unzuverlässig – und bekommen keinen geraden Satz heraus: Deutsche Chefs klagen über die eklatanten Mängel vieler Berufseinsteiger. Jetzt bessern manche Arbeitgeber nach, wo Eltern und Lehrer versagt haben. Sie bringen der Jugend Benehmen bei. Von Steffen Fründt

Die Schulnoten waren in Ordnung, und der junge Mann kam auf Empfehlung. Trotzdem dauerte das Vorstellungsgespräch beim Hotel "InterContinental" in Berlin nur ein paar Minuten. Wie sich denn die 23 Fehlstunden auf dem Schulzeugnis erklärten, war die Frage. "Der Lehrer war so blöd", lautete die lapidare Antwort des Bewerbers um einen Ausbildungsplatz zum Restaurantfachmann. "Da hatte sich der Fall schon erledigt. Bei uns hätte ihm sicherlich der Ausbilder nicht gepasst oder ein Gast. Bei so einer Einstellung hat es keinen Zweck", sagt Hoteldirektor Willy Weiland. "Leider erleben wir ähnliche Fälle immer häufiger."

Disziplin, Pflichtbewusstsein, Ordnungssinn, Gewissenhaftigkeit, Treue, Höflichkeit. Oder moderner: Motivation und Teamfähigkeit. Die sogenannten Sekundärtugenden entwickeln sich zu einem kritischen Faktor auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHK) zufolge klagen Firmen nicht nur über einen Mangel an Bewerbern oder über ungenügende Rechenkünste. Jedem zweiten Ausbildungsbetrieb fehlt es bei Schulabgängern auch an Leistungsbereitschaft und Motivation.

Oft geben die "Soft Skills" den Ausschlag, sogar für oder gegen eine Stellenbesetzung: "Wir müssen immer häufiger auf Bewerber verzichten, weil diese Werte vermissen lassen, die in der Vergangenheit von Eltern stärker vermittelt wurden. Dazu gehören für die Arbeit in einem Luxushotel elementare Tugenden wie Disziplin, Eloquenz, Höflichkeit und Zuverlässigkeit", sagt der Berliner "InterConti"-Chef Weiland. "Für manche ist es nicht einmal selbstverständlich, die Kollegen zu grüßen."

 

Experte: Deutsche Schulen versagen bei Vermittlung sozialer Kompetenzen

Soft Skills werden so zunehmend zu einem harten Auswahlkriterium. "Sekundärtugenden sind in Wirklichkeit Primärtugenden", sagt Andreas Schleicher, Erfinder und Koordinator des Bildungstests Pisa bei der Industrieländerorganisation OECD in Paris. Schleichers Meinung nach weist das deutsche Schulwesen bei der Vermittlung sozialer Kompetenzen Defizite auf, die sich im Berufsleben als verhängnisvoll erweisen können. Denn in einer immer komplexeren und vielfach vernetzten Arbeitswelt wird die Fähigkeit zur sozialen Interaktion zur Schlüsselkompetenz: "Wer sich heute etwa bei McKinsey bewirbt, wird zwar auch darauf getestet, ob er in kognitiver Hinsicht zur Leistungsspitze zählt. Das ist die Grundvoraussetzung. Doch entscheidende Kriterien sind dann, wie ein Bewerber in der Lage ist, Konflikte zu lösen und im Team zu agieren."

Deshalb wird die mangelnde Sozialkompetenz nicht mehr nur in den klassischen Dienstleistungsbranchen des Hotel- und Gaststättengewerbes beklagt. "Natürlich sind uns Kenntnisse in Naturwissenschaften, Mathe und Deutsch wichtig", sagt etwa Claudia Beckert, Personalchefin der Aerzener Maschinenfabrik GmbH im niedersächsischen Aerzen. "Doch wenn ich bei Kopfnoten wie Sozialkompetenz oder Leistungswille den Vermerk ,mit Einschränkungen' lese, schaue ich mir den Bewerber gar nicht erst an."

Seriöses Auftreten und ein Mindestmaß an Etikette seien nicht nur bei Mitarbeitern gefragt, die das Maschinenbauunternehmen aus dem Weserbergland nach außen vertreten, sagt Beckert. "In der Fertigung, in der Verwaltung: In allen Bereichen wird in Teams gearbeitet. Damit das funktioniert, muss bei uns jeder Mitarbeiter gewisse Sekundärtugenden mitbringen."

Was die Eltern zu lehren vergaßen und die Schulen versäumten, versuchen Unternehmen nun mit professioneller Hilfe nachzuschulen. "In unserem Flight-Training bilden wir Flugbegleiter in Umgangsformen und interkultureller Kompetenz aus. Doch auch vom nicht fliegenden Personal aus anderen Unternehmensbereichen und von externen Wirtschaftsunternehmen werden diese Kurse stark nachgefragt", sagt Patrick Meschenmoser von der Lufthansa (Link: http://www.welt.de/boerse/aktien/Deutsche-Lufthansa-AG-DE0008232125.html). Während im Umgang mit Fluggästen Freundlichkeit, Stil und Etikette wichtig sind, wird bei Lufthansa Technik auf eine andere Tugend besonderen Wert gelegt: Ehrlichkeit. "Wer einen kleinen Kratzer in die Außenhaut eines Flugzeugs macht, kann dadurch einen Schaden von mehreren Tausend Euro verursachen. Dennoch muss er den Vorfall sofort melden. Eine gute Fehlerkultur ist für uns essenziell."

 

Unternehmen sponsern schon Benimm-Kurse für Azubis

Auch die Aerzener Maschinenfabrik betreibt Selbsthilfe. Sie sponsert inzwischen Benimmkurse einer örtlichen Schule, bei denen Hotelfachkräfte über Umgangsformen dozieren. "Das Interesse ist groß. Diese Erfahrung machen wir auch in unserer Lehrwerkstatt: Die Azubis brauchen und wollen Orientierung und eine klare Ansage", sagt Beckert, die die Verantwortung für den Tugendmangel keineswegs bei der Jugend von heute sieht: "Nicht alle Eltern vermitteln ihren Kindern die nötigen Werte. Und die Lehrer können das Elternhaus nicht ersetzen."

Oder sie unterrichten mit den falschen Zielvorgaben. Rechenaufgaben, Vokabeltests: "Schule bewertet vor allem das, was leicht zu bewerten ist", sagt OECD-Experte Schleicher. Die Fixierung auf seinen eigenen Pisa-Test, räumt er ein, könnte diese Tendenz noch verstärken. Schleicher dringt auf pädagogisches Umdenken: "Schulen müssen nicht nur kognitive Kompetenzen vermitteln und bewerten, sondern auch soziale Kompetenz. Und die Fähigkeit, sich in einem ständig verändernden beruflichen Umfeld immer wieder neu zu positionieren." Ein Vorbild könne Skandinavien sein, sagt Schleicher: "Nordische Länder pflegen seit Jahren eine Kultur des sozialen Lernens, in der Schülern Verantwortung übertragen wird und gemeinschaftliches Lernen gefördert wird."

Viele Kindern und Jugendliche sind durchaus willig. Die Hotelgruppe Steigenberger etwa offeriert an mehreren Standorten sogenannte Kinder-Knigge-Kurse für Schüler. Ihr Personaldirektor, Andreas Elvers, sagt: "Die Nachfrage ist so groß, dass wir nicht hinterher kommen. Die Offenheit für das Thema ist viel größer als vor 20 Jahren - auch bei den Jugendlichen."

Das könnte unter anderem daran liegen, dass gerade lernschwache Schüler eine Nische erkennen. "Leistungsbereitschaft, Disziplin und gute Umgangsformen können schwächere schulische Noten in Teilen ausgleichen", erklärt Thilo Pahl, Bildungsexperte des DIHK: "In Zeiten eines verschärften Wettbewerbs um knappe Lehrlinge geben Betriebe zunehmend auch lernschwächeren Jugendlichen eine Chance - wenn die Persönlichkeitsfaktoren stimmen."

 


  • Und in einer Börse für Stellenanzeigen findet sich (Mai 2013):

„Erfolg im Beruf basiert zu 50 Prozent auf fachlicher Kompetenz - die andere Hälfte sind Soft Skills: Kommunikations- und Teamfähigkeit, persönliche und soziale Kompetenzen. Sie werden immer wichtiger, daher werden sie in Einstellungstests und Assessment Centern oft abgefragt. … Besonders Schulabgänger, Azubis und Berufseinsteiger nach der Uni würden sehr davon profitieren.“

Der Umgang mit schwierigen Mitarbeitern/Kunden und anspruchsvollen Vorgesetzten, die richtige Gesprächsführung, gut dosierte Selbstdarstellung, Teamgeist, Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, effektive Organisation der eigenen Arbeit u.s.w. – diese „Leistungen“ werden von Chefs vorausgesetzt, gelten als selbstverständlich im Berufsalltag.